Gurken Fragen

Wir beantworten deine Fragen!

Gurken selber ziehen macht Spaß und Ernten noch viel mehr. Das Beste: Der Anbau ist gar nicht so schwierig. Aber wir haben alles einmal genauer für dich hinterfragt.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Freiland und Gewächshausgurken?

Freiland- und Gewächshausgurken (Cucumis sativus) unterscheiden sich in ihren Standortansprüchen. Gewächshausgurken sind sehr kälte- und witterungsempfindlich, weshalb sie vorwiegend unter Glas angebaut werden. Freilandgurken eignen sich dagegen nur für den Freilandanbau. Für welchen Typ Gurke man sich letztendlich entscheidet, hängt davon ab, was man später mit seinen Gurken machen will. Einlegegurken oder Schälgurken sollten aus dem Freiland stammen. Gurken, die vorwiegend zum Frischverzehr oder – wie ihre Bezeichnung Salatgurken schon verrät – zu Salat verarbeitet werden sollen, reifen üblicherweise im Gewächshaus. Ausnahmen: Die Salatgurken ’Konsa‘, ’Silor‘ oder ’Burpless Tasty Green‘. Sie sind auch für den Anbau im Freiland geeignet.

Wann muss ich aussäen und gibt es auch hier Unterschiede zwischen den einzelnen Gurkentypen?

Nein, es gibt keine Unterschiede! Die Aussaat von Gurken kann jeweils als Direktsaat (an Ort und Stelle) oder als Vorkultur auf der Fensterbank, im beheizten Gewächshaus oder im beheizten Frühbeetkasten erfolgen. Mit der Vorkultur kann man bei einigen Sorten wie der Einlegegurke ’Excelsior’ oder der Salatgurke ’Saladin’ bereits im März beginnen. Die Salatgurke ’Burpless Tasty Green’, die Einlegegurke ’Conny’ oder die Schälgurke ’Excelsior’ sollten hingegen frühestens ab April ausgesät werden (Hinweise zur Vorkultur siehe Artikel „Auf die Plätze fertig – Aussaat“). Die Direktsaat kann aufgrund der Kälteempfindlichkeit aller Gurken erst ab Mitte Mai erfolgen (Bodentemperatur sollte nicht unter 12 °C liegen). Dafür werden alle 30 cm in der Reihe jeweils drei Samenkörner etwa 1–2 cm tief gesät. Nach dem Keimen nur den stärksten Sämling stehen lassen.

Was muss ich im Hinblick auf den Standort beachten?

Die Gurke stammt aus subtropischen Regionen. Sie benötigt daher einen warmen und geschützten Standort. Besonders für Freilandgurken ist ein windgeschützter Platz in sonniger Lage erforderlich. Gurken bevorzugen einen leichten bis mittelschweren Boden, der sich im Frühjahr schnell erwärmt. Vor der Aussaat bzw. Pflanzung sollte der künftige Standort tiefgründig gelockert werden, denn Gurkenwurzeln brauchen viel Bodensauerstoff. Wenn Gurken im Gewächshaus in den anstehenden Boden gepflanzt werden sollen, muss dieser zuvor mit Stallmist, Rindenmulch oder Torf aufgelockert werden. Für optimale Bodentemperaturen (mind. 18 °C) ist es empfehlenswert, die Gurken dort z.B. auf ca. 30 cm breite Dämme zu pflanzen.

Was sollte ich beim Gießen beachten?

Alle Gurken benötigen während der gesamten Kulturdauer eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Dazu am besten schon in den frühen Morgenstunden wässern. Der Wasserbedarf einer Pflanze beträgt täglich ca. 1,5–3 l. Besonders wenn es in den heißen Mittagsstunden zu trocken ist, kann es sein, dass die Gurken ihre Früchte abwerfen. Zum Gießen möglichst lauwarmes Wasser verwenden, da Gurken sehr empfindlich auf kaltes Wasser reagieren. Auch der Bildung bitterer Früchte kann man dadurch entgegenwirken. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus, Pflanzenbestand ausreichend lüften!

Wie oft muss ich düngen?

Für eine üppige Fruchtbildung benötigen Gurken ausreichend Nährstoffe. Gut reagieren Gurken auf eine Grunddüngung mit Stallmist oder Kompost. Im Laufe der Kultur sollten noch mindestens zwei Folgedüngungen, z.B. mit Hornmehl und Hornspänen sowie Patentkali (immer laut Packungsanweisung), im Bestand ausgebracht werden. Aber Vorsicht: Gurken sind chlor- und salzempfindlich.

Was muss ich bei der Pflege beachten?

Bei Gewächshausgurken wird der Haupttrieb, sobald er die Höhe der Anbindeschnur erreicht hat, gestutzt. Bis auf die zwei Seitentriebe an der Spitze der Pflanze (hier entwickeln sich später die Seitentriebfrüchte) werden alle Seitentriebe aus den Blattachseln entfernt. Ab dem sechsten Blatt wird jeweils eine Frucht pro Blattachsel stehen gelassen. Unterhalb des sechsten Blattes werden alle Früchte entfernt. An jeder Gurkenpflanze reifen dann ca. 10–12 Früchte. Im Freiland sind ein Ausbrechen der Blüten / Früchte und Schnittmaßnahmen nicht erforderlich. Neben der bodendeckenden Kultur können Gurken im Freiland auch an kräftigen Pfählen, an Rankgittern oder einem etwa 2 m hohem Maschendraht hochgeleitet werden. Die Ernte fällt bei dieser Anbaumaßnahme leichter. Zudem kann der Bestand schneller abtrocknen – das fördert die Pflanzengesundheit.

Auf meinen Gurkenblättern ist ein weißer, mehliger Belag, was ist das?

Dieser Belag auf der Blattoberseite deutet auf den Echten Mehltau hin. Er tritt oftmals nach trockener, warmer Witterung mit kühlen Nächten auf. Die befallenen Blätter vertrocknen daraufhin. Eine Behandlung mit einem Pflanzenschutzmittel (mit Zulassung im Haus- und Kleingartenbereich, nach Anwendungsvorschrift) ist nur bei Pflanzen, die gut im Ertrag stehen, sinnvoll. Größere Pflanzabstände bei der Pflanzung vermindern das Befallsrisiko. Ebenso können von vornherein resistente Sorten ausgewählt werden. Die Salatgurke ’Bella‘ oder die Einlegegurke ’Excelsior‘ sind beispielsweise resistent gegen den Echten Mehltau. Wann kann ich endlich ernten? Die Erntezeit erstreckt sich von Juli bis Oktober. Der Erntezeitpunkt richtet sich nach dem Verwendungszweck der jeweiligen Gurken. Cornichons, die kleinsten Einlegegurken werden z.B. ab einer Länge von 4–6 cm geerntet, Delikatessgurken (zum Einlegen) hingegen, wenn sie etwa 6–12 cm lang sind. Schälgurken sind erntereif, sobald die Schale gelb wird und Salatgurken, sobald die Früchte ca. 300 g wiegen bzw. sie eine Länge von etwa 30 cm erreicht haben. Allerdings gilt die Faustregel: Je früher die Früchte abgenommen werden, desto mehr Früchte reifen heran.

Lassen sich Gurken auch lagern?

Nur bedingt. Salatgurken halten sich etwa eine  Woche im Gemüsefach. Sie sollten aber nicht zusammen mit Obst oder Gemüse, wie Bananen, Äpfeln oder Tomaten gelagert werden, da diese Früchte das pflanzeneigene Reifegas Ethylen abgeben, was die Gurken rascher verderben lässt. Einlegegurken nach der Ernte nicht waschen, dann zügig verarbeiten, sie verfaulen sonst. Nach der Konservierung sind die Gurken jedoch, dunkel gelagert, lange Zeit haltbar. Das ist bitter Einige samenfeste Freilandgurken neigen bei stärkeren Witterungsschwankungen und bei kühlen Perioden während der Ernte zeit zum Bitterwerden. Auch unregelmäßige Wassergaben oder das Gießen mit kaltem Wasser gelten als Ursache. Das Bitter werden der Früchte ist genetischer Natur, kann aber auch durch unsachgemäße Kulturmaßnahmen begünstigt werden.

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