Gurken, erfahre alles über das beliebte Gemüse

Frühjahr und Sommer sind auch für uns Hobbygärtner immer frische Gurken-Zeit. Denn es ist kaum ein Gemüse erfrischender an heißen Tagen als eine Snack-Gurke frisch vom Strauch oder eine Salat-Gurke im Sommersalat. Dank ihrer erfrischenden Art, das liegt am ihrem enorm hohen Wasseranteil von 97 %, haben sie beim Frischverzehr eine kühlende Wirkung und belegt Platz 4 der beliebtesten Gemüsesorten der Deutschen. Und nicht nur, dass sie erfrischt, die Gurke ist äußerst kalorienarm, hat ein ausgewogenes Verhältnis von Mineralstoffen, ist reich an Vitamin B und C, enthält gesunde Fruchtsäuren und ist dabei so knackig, frisch, leicht süßlich. Die Gurken gehören botanisch zu den Kürbisgewächsen und all diesen Gewächsen gemein ist, dass sie Wärme lieben und Frost gar nicht vertragen. Die Gurke ist eine bereits sehr alte, einjährige Kulturpflanze und stammt aus Indien und Afrika.

Gurken, erfahre alles über das beliebte Gemüse (4)
Gurken, erfahre alles über das beliebte Gemüse (4)

Die Gurke ist vielfältig

Es gibt eine große Vielfalt an Gurken, da kommt es bei deiner Auswahl darauf an, wie du sie später verarbeiten und essen möchtest. Grob lassen sich Gurken in drei Kategorien einteilen: Salatgurke, Schäl- oder Schmorgurke und Einlegegurke. Nach dieser Unterteilung kann man noch unterscheiden nach Freiland- und Gewächshausgurken. Nicht jede Sorte wächst drinnen und draußen gleichermaßen gut, auch wenn es Sorten gibt, die mit beidem zurechtkommen. Die trendigen Mini- und Midi-Gurken gehören zu den Salatgurken und sind perfekt zum Snacken und direkt Vernaschen. Sie haben eine Länge von 10-15 cm (Mini) und 15-25 cm (Midi). Schmackhafte Mini-Gurken sind die Sorten ‚Iznik‘ (Art.Nr. 80835) und ‚Silor‘ (Art.Nr. 80913). Zu den Midi-Gurken gehören die Sorte ‚Paska‘ (Art.Nr. 80886) , ‚Konsa‘ (Art.Nr. 80848)  und ‚Lothar‘ (Art.Nr. 80861). Ein kleiner Exot auf dem Teller bei uns ist die Bittergurke. In Asien wird sie gekocht und geschmort gegessen.

Ein wahrer und sehr beliebter Klassiker unter den Gurken ist ohne Frage die Einlegegurke, die süß-sauer, herzhaft in Essig- oder Gewürzsud eingemacht wird. Zumeist ist die Schale fester, teilweise stachelig und warzig. Schmackhafte Einlegegurken-Sorten sind ‚Excelsior‘ (Art.Nr. 80736), ‚Libelle‘ (Art.Nr. 80745) und ‚Conny‘ (Art.Nr. 80718). Aber auch Schäl-(Schmor-)Gurken lassen sich wunderbar als Senfgurken einlegen oder schmoren und garen. Die Sorten ‚Fatum‘ (Art.Nr. 80939) und ‚Moneta‘ (Art.Nr. 80874) werden an die 30 cm lang und haben kleine Kerngehäuse. Schälgurken isst du immer ohne Schale, da diese sehr fest ist.

Die Salatgurke (Schlangengurke) hat eine dunkelgrüne, glatte, leicht geriefte Schale und kann bis zu 40 cm lang werden. Salatgurken kannst du für Freilandanbau oder rein für die Gewächshauskultur wählen. ‚Futura‘ (Art.Nr. 80822)  ‚Flamingo‘ (Art.Nr. 80809), ‚Bella‘ (Art.Nr. 80771)und ‚Saladin‘ (Art.Nr. 80900) sind tolle Gewächshaussorten. Für draußen eignen sich ‚Chinese Slangen‘ (Art.Nr. 80796) und ‚Burpless Tasty Green‘ (Art.Nr. 80783).

SPERLI´s Salatgurke Silor
SPERLI´s Einlegegurke Conny
Salatgurke Futura

Wahres Einsteiger-Gemüse mit großer Tradition

Der Anbau dieses beliebten grünen Gemüses ist gar nicht schwer. Nur solltest du einige wichtige Punkte in der Kulturführung beachten. Aber von Anfang an! Bei der Aussaat in kleine Töpfchen oder Multizellplatten solltest du auf eine Aussaattiefe von ca. 2 cm achten. Und nun schon der erste Trick: Wenn du die Töpfchen inklusive des Samenkorns nur halbvoll machst, dann kannst du sie später, wenn der Keimling ca. 5 cm hoch ist und den Topfrand erreicht hat, nochmal mit Erde auffüllen. Das fördert eine zusätzliche Wurzelbildung und das ist bei diesen „Viel-Wasser-Trinkern“ eine super Sache. Die Keimung dauert ungefähr 6-8 Tage bei einer Temperatur von 25-30°C. Wenn du dich schon etwas auskennst, kannst du auch mal versuchen deine eigenen Gurken zu veredeln. Dafür benötigst du zusätzlich zum Gurkensaatgut noch Saatgut für die Unterlage. Diese Unterlage kann zum Beispiel der wüchsige Feigenblattkürbis ein. Der Boden, in den deine Gurkenpflanze ausgepflanzt wird, sollte locker, humos und durchlässig sein. Am besten haben sich mittelschwere Böden mit einem pH-Wert von 5,6-7,5 erwiesen. Optimal eignen sich Gurken im Gewächshaus oder auf der Terrasse auch in der Kübelkultur. Die Pflanzgefäße sollten hierfür mindestens über eine Füllmenge von 15 Litern verfügen.

Da Gurken es gerne warm haben, achte darauf, dass auch die Freilandgurken stets an einem windgeschützten Platz angebaut werden. Die Bodentemperatur sollte durchgängig während der Kultur über 10°C betragen. Nachteilig kann es sich auswirken, wenn die Lufttemperatur zu lange unter 14 °C absinkt, denn dann werfen die Pflanzen junge Früchte und Blüten ab. Selbst das Gießwasser, von dem sie reichlich benötigen, mögen Gurken am liebsten gut abgestanden und wohl temperiert. Mit der Düngung liegst du richtig, wenn du vor der Pflanzung reichlich Kompost einarbeitest und später mehrmals mit flüssigem Bio-Dünger, wie z.B. Brennnesseljauche, nachdüngst. Salzhaltige Dünger mögen Gurken gar nicht gerne. Gurken bilden starke Ranken aus. Im Freiland ist das bei genügend Platz im Beet nicht so wild, aber im Gewächshaus oder auf Terrasse und Balkon solltest du die Gurke an Rankgerüsten, Schnüren oder Gittern aufbinden. Bewährt hat es sich, den Haupttrieb auf einer Höhe von 2 m zu kappen. An den Seitentrieben bildet die Gurke anschließend genügend neue Blüten und Früchte aus.

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