Kulturanleitung Gurken

Kulturanleitung Gurken Erfolgreicher Gurkenanbau leicht gemacht

Was kann man an einem heißen Sommertag Besseres essen als einen erfrischenden, gesunden Salat? Als besonders saftiges Gemüse ist die Gurke dafür eine unverzichtbare Zutat. Um den Geschmack und die wertvollen Inhaltsstoffe vollends auskosten zu können, sind insbesondere frische und unbehandelte Gurken aus dem eigenen Garten eine hervorragende Wahl. Wie du sie ohne Schwierigkeiten kultivieren kannst, erfährst du auf dieser Seite.

Gurken ansäen: Mit Expertenwissen Gurken gesund und ertragreich wachsen lassen

Damit Gurkensamen zuverlässig aufkeimen und dann einen optimalen Wachstumsverlauf nehmen, musst du unbedingt auf eine ausreichend hohe Temperatur am Tag und in der Nacht achten.

Die richtige Keimtemperatur für Gurkensamen

Gurken kannst auch du mit den SPERLI-Gurkensamen ganz einfach selber im Haus oder in einem beheizten Gewächshaus ansäen. Bei kleineren Sorten wie der Mini-Salatgurke ‚Lothar‘ ist sogar auch eine Kultivierung im Kübel oder in einer Ampel möglich. Wichtig ist dabei allerdings, dass du für eine ausreichend warme Temperatur für die Keimung der Gurkensamen sorgst. Einige Sorten sind schon mit 20 bis 25 °C zufrieden, allgemein wird jedoch eine Keimtemperatur von 25 bis 28 °C empfohlen.

Gurkenanbau im Gewächshaus

In einem beheizbaren Gewächshaus gelingt der Gurkenanbau besonders zuverlässig.

Ansaat der Gurkensamen

Sind diese Voraussetzungen gegeben, kannst du auch schon mit der Ansaat der Samen beginnen. Dazu legst du diese zunächst in gut durchgefeuchtete Erde und bedeckst sie anschließend mit 1 bis 2 cm Substrat. Die Keimung deiner Gurkensamen sollte dann bereits innerhalb der folgenden 2 Wochen einsetzen. Sobald dann das erste Laubblatt eine Größe von 1 cm erreicht hat, kannst du deine jungen Gurkenpflanzen in 10er oder 12er Töpfe mit angemessenem Boden und ausreichend Dünger pikieren.

Tipp

Zum Schutz vor Bodenpilzen und Nematoden empfiehlt sich eine Veredelung der Pflanzen mit einer robusten Unterlage aus Kürbissämlingen.

Vorkultivieren und Direktsaat: Mit der passenden Gurkensorte kein Problem!

Du möchtest liebend gerne Einlegegurken wie die knackige ‚Excelsior‘ oder Schälgurken wie die riesige ‚Fatum-Gurke genießen? Dann kannst du diese sogar vorkultivieren und ab Ende April bis Mitte Mai auspflanzen. Mit der Aussaat der Samen solltest du etwa 2 bis 3 Wochen vor dem gewünschten Pflanztermin beginnen. Dazu verteilst du das Saatgut auf mehrere Töpfe mit jeweils 3 Samen. Sind deine Samen-Drillinge dann zu kräftigen Jungpflanzen herangewachsen, kannst du diese mit Zwischenräumen von 30 x 30 cm in dein Beet umpflanzen.

Sobald ab ca. Ende Mai eine allgemeine Bodentemperatur von mindestens 10 °C erreicht ist, ist bei robusten Sorten wie der Salatgurke ‚Burpless Tasty Green‘ sogar eine Direktsaat ins Freiland möglich. Dazu verteilst du deine Gurkensamen mit einem Abstand von 10 bis 20 cm in 2 bis 3 cm tiefe Rillen.

Weitere Hinweise für einen optimalen Wachstums- und Reifeprozess

Die folgenden Hinweise helfen dir, deine Gurken auch im weiteren Kulturverlauf gesund wachsen und viele Früchte reifen zu lassen:

  • Ausreichend hohe Temperaturen: Eine gute Bodenfeuchtigkeit sowie ausreichend hohe Temperaturen sind für eine erfolgreiche Gurkenansaat unverzichtbar. Gurken reagieren nämlich sehr empfindlich auf Kälte und können bereits bei Temperaturen von weniger als 5 °C massive und anhaltende Schäden erleiden. Um ein starkes und gesundes Wachstum zu ermöglichen, sollten die Temperaturen daher am Tag zwischen 18 und 22 °C liegen und bei Nacht nicht unter 12 °C fallen.
  • Blütenbildung nur bei viel Wärme: Die vorherrschenden Temperaturen wirken sich jedoch nicht nur auf das allgemeine Wachstum, sondern auch auf die Blütenbildung aus. Weisen deine Pflanzen lange Zeit keine Blüten auf, so kann dies ebenfalls an einer zu kühlen Witterung liegen. Zur Ausbildung von Blüten muss es sowohl tagsüber als auch nachts durgehend wärmer als 15 °C sein.
  • Erst männliche, dann weibliche Blüten: Ist es warm genug und die ersten Blüten deiner Gurke zeigen sich, so wird es sich dabei zunächst nur um männliche Blüten handeln. Wird deine Pflanze dann im Laufe der Zeit kräftiger und robuster, bilden sich zusätzlich auch einige weibliche Blüten, bei denen auch sogenannte Fruchtknoten zu erkennen sind.
  • Gurkensorten mit nur weiblichen Blüten: Es gibt auch Gurkensorten, die nur weibliche Blüten hervorbringen, aus denen dann die Früchte entstehen. Zu diesen besonders ertragreichen Sorten gehört zum Beispiel die Einlegegurke ‚Conny‘.
  • Keine Kerner bei parthenokarpe Gurkensorten: Die Früchte solcher Gurkensorten sind ohne Bestäubung und damit auch ohne Befruchtung entstanden. Das Besondere daran: Du kannst dich über viele kernlose Gurken freuen! Aber Achtung: Werden die Blüten eine parthenokarpen Gurkensorte bestäubt, wachsen stattdessen viele bauchige Gurkenfrüchte mit Kernen. Um das Blütenwachstum zu fördern solltest du regelmäßig und sorgfältig ernten.
Gurkenpflanzen mit Rankhilfe

Für ein besseres Wachstum der Gurkenpflanzen ist eine Rankhilfe wichtig.

Gurkenblüte

Gurken bilden erst männliche und danach weibliche Blüten, aus denen schließlich die Früchte entstehen.

Alle Infos und Hinweise zum Gurkenanbau im Überblick

Damit du bei den vielen Infos und Hinweisen nicht den Überblick verlierst, haben wir für deinen Gurkenanbau noch mal alles Wichtige zusammengefasst.

AussaatzeitMärz und AprilVorkultur im Haus
Aussaattiefe1 bis 2 cm
Abstand60 x 140 cm bei Salatgurken

30 x 140 bei Einlegegurken

Salatgurken benötigen eine Rankhilfe
Keimtemperaturmindestens 24 °C, besser 25 bis 28 °CTemperatur muss Tag und Nacht eingehalten werden

nicht mit kaltem Wasser gießen

Keimdauer10 bis 14 TageErde während der Keimung gleichmäßig feucht halten
KulturBodentemperatur zwischen 18 bis 25 °C optimal

heller Ort empfehlenswert

unter 16 und über 32 °C Bodentemperatur kein Wachstum mehr
ErntezeitJuli bis Oktober

Warum schmecken Gurken manchmal bitter?

Wenn der Genuss deiner Gurken von einem bitteren Beigeschmack getrübt wird, kann das verschiedene Ursachen haben. Obwohl Bitterstoffe durch Selektion und gezielte Züchtung eigentlich nicht mehr vorkommen sollten, entwickelt die Pflanze sie manchmal trotzdem, um sich vor Schädlingen und Belastungen zu schützen. Die Bildung von Bitterstoffen stellt also eine Stressreaktion dar, die zum Beispiel durch folgende Faktoren ausgelöst wird:

  • Wassermangel und trockener Boden durch starke Hitze
  • große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht
  • zu kühle Witterung
  • Dünger mit zu hohem Stickstoffgehalt verwendet
  • mechanische Schädigungen (zum Beispiel durch Insekten)

Saatgut für Gurken von SPERLI

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