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Der Garten im Winter

Du kennst das bestimmt – wenn die Tage kürzer werden und es kälter wird, werden wir Menschen träge und müde. Doch nicht nur wir Menschen möchten am liebsten in den Winterschlaf gehen, Pflanzen und Tieren geht es ähnlich.

Warum halten Pflanzen Winterruhe?

„Pflanzen auch?“ – wirst du jetzt erstaunt fragen. Ja, tatsächlich ist es vielen Pflanzen an der Erdoberfläche zu kalt. Sie müssen unterschiedliche Strategien entwickeln, um den Winter zu überstehen, damit du im nächsten Frühjahr ihre schöne Blüte bewundern kannst.
Leider können sie sich nicht einfach eine wärmere Jacke anziehen.

Tulpen, Narzissen, Krokusse & Co. werfen schon nach ihrer Blüte den überflüssigen Ballast ab, also Blüten, Stängel und Blätter. Übrig bleibt die Knolle oder Zwiebel in der Erde, in der die Energie aus Wasser und Mineralien, die die Pflanze über den Sommer aufgenommen hat, in Aminosäuren und Zucker umgewandelt wird. Ganz schön schlau, denn damit haben sie ihr eigenes Frostschutzmittel gebildet, damit ihre Zellen nicht gefrieren. Nun haben sie für das nächste Jahr wieder ordentlich Power, um kräftig zu blühen!

Welche Tiere halten Winterruhe?

Auch die Tierwelt hat ihre ganz eigene Lösung gefunden, um sich vor der Kälte und Nahrungsknappheit zu schützen. Die einen machen Winterschlaf, die anderen halten Winterruhe und die nächsten fallen gleich in die Winterstarre. Beschäftigen wir uns mit unseren tierischen Begleitern, die sich mit Winterschlaf und Winterruhe vor der Kälte schützen:

Unser stacheliger Freund der Igel ist manchmal ganz schön neidisch, wenn er die Vögel Richtung Süden ziehen sieht. Fliegen kann er leider nicht, also frisst er sich bereits im Herbst Speck für den Winter an und verschläft den Winter einfach. Sein Herzschlag verlangsamt sich und die Atmung ist kaum noch zu spüren. Kannst du dir das vorstellen?

Es gibt aber einige Gefährten, die zwar auch viel schlafen während des Winters, allerdings nicht so tief und fest wie die Winterschläfer – diese Tiere halten Winterruhe. Sie werden zwischendurch wach und haben Hunger, das sind z. B. Eichhörnchen. Diese putzigen Tierchen hast du bestimmt schon oft beobachtet, wenn sie eifrig auf die Bäume klettern oder durch den Garten huschen.

Was kannst du für die Tierwelt tun?

Du kannst Einiges für die Tierwelt tun, damit sie den Winter gut übersteht: für Igel & Co. reicht schon ein Haufen Laub ab Anfang November in deinem Garten als Wohnquartier, bevor sie in den Winterschlaf gehen. Für Insekten eignet sich als Winterunterschlupf neben den Laubhaufen natürlich die Insektenhotels.

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Igel baut sein Winterquartier © stock.adobe.com - ondrejprosicky

Falls du siehst, dass in eurem Garten noch eine Leiter vor einem Baum steht, bitte deine Eltern, sie wegzustellen. Vögel, die nicht in den Süden ziehen, sondern vielleicht bei euch im Garten überwintern möchten, sind so vor streunenden Katzen geschützt.

Tiere, beispielsweise Eichhörnchen, die Winterruhe halten statt Winterschlaf, haben bereits im Herbst gut vorgesorgt und einen ausreichenden Futtervorrat angelegt, denn Angebot und Nachfrage des natürlichen Futters sollte durch die Natur selbst geregelt werden. Bemühen sich die Tierchen aktiv nach Futter, werden sie auch vor einer gewissen Abhängigkeit gegenüber uns Menschen geschützt, denn sonst würden sie sich nur noch auf uns verlassen.

Eichhörnchen auf Nahrungssuche © stock.adobe.com - giedriius

Solltest du allerdings bemerken, dass tagelang eine dichte Schneedecke liegt, so könntest du – falls du in den Sommermonaten Samen und Früchte aufgehoben hast – diese mit Haferflocken und Nüssen gemischt den Tieren anbieten. Da sich allerdings Bakterien an den Futterplätzen bilden können, die wiederum für andere Wildtiere gefährlich sein können, sollte das die absolute Ausnahme bleiben!

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