Kulturanleitung Zichorien
Bewährte Tipps für den Anbau des leckeren Blattgemüses
(Foto: VolumeThings – stock.adobe.com)
Die Zichorie wird auch als „Zuckerhut“ oder „Fleischkraut“ bezeichnet und gehört ebenso wie Chicorée und Radicchio zur Kulturfamilie der Cichorium intybus var. foliosum. Geschmacklich begeistern Zichorien durch eine leicht bittere, herbe Note. Ihre länglichen Salatköpfe setzen sich aus hellgrünen, dicht aneinander liegenden Blättern zusammen. Im Garten lassen sie sich pflegeleicht kultivieren. Wie genau, erfährst Du in dieser kompakten Kulturanleitung.
Der Anbau von Zichorien im eigenen Garten
Wenn Du frische Zichorienblätter bald auch aus Deinem eigenen Garten genießen möchtest, solltest Du Dich zunächst auf die Suche nach einem geeigneten Standort begeben. Zur Kultivierung von Zichorien benötigst Du nämlich einen tiefgründigen, humosen Boden an einem windgeschützten, sonnigen Standort.
Bist Du fündig geworden, kannst Du von Mai bis Juni Deinen Zichoriensalat direkt ins Freiland aussäen. Achte dabei darauf, dass Deine Samen in einem Abstand von 30 x 30 cm voneinander verteilt werden. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Temperaturen während des Keimprozesses nicht zu sehr über 20 °C steigen. Ansonsten kann es zu Keimhemmungen kommen und ein Teil Deiner Samen kommt nicht auf.
Tipp: Eine Vorkultur von Zichorien ist in Töpfen möglich. Deine vorkultivierten Pflänzchen sollten dann nach spätestens 4 Wochen ins Beet umgepflanzt werden.
Zichorien gehören zur selben Pflanzenart wie Chicorée und Radicchio. Auch mit Endivien sind sie nah verwandt. Aus diesem Grund eignen sich die Pflanzen nicht für eine Fruchtfolge. Zichorien selber sollten zudem nur alle 3 bis 4 Jahre am selben Standort angebaut werden.
Als Pflanzen für die Vorkultur von Zichorien eignen sich Kohlrabi, Schnitt-, Pflück- und Kopfsalate, Eissalat, Erbsen, Radieschen, Spinat und frühe Sätze von Rotkohl, Blumenkohl und Brokkoli. Falls Du eine Mischkultur anlegen möchtest, sind Bohnen, Erbsen, Tomaten, Kopfsalat, Möhren, Pastinaken und Fenchel eine gute Wahl.
Zichorien und ihre Eigenschaften
Zichorien weisen eine gute Frostresistenz von bis zu -6 °C auf, weshalb Du Dich über eine lange Ernteperiode bis in den November hinein freuen kannst. Zur Überwinterung solltest Du Zichorien mit einer geeigneten Folie bedecken oder Deine Pflanzen in einem Frühbeetkasten unterbringen. Wenn Du Deine Ernte lange lagern möchtest, empfiehlt es sich, die Pflanzen mitsamt Wurzel aus dem Boden zu holen und anschließend an einem kühlen Ort aufzubewahren.
Bei der Verwendung der knackigen Salatblätter kannst Du Deiner Kreativität freien Lauf lassen. Zumeist werden Zichorien roh im Mischsalat angerichtet oder zusammen mit Milchprodukten und Obst verzehrt, um den bitteren Geschmack etwas zu mildern. Ebenso beliebt sind aber auch gedünstete oder im Ofen gegarte und mit Käse überbackene Varianten. Wenn Du es gerne deftig magst, könnten Zichorien als Pfannengemüse zusammen mit Mais und Speck bald zu Deinem neuen Lieblingsgericht zählen. Viel Spaß beim Probieren!
Weitere Kulturhinweise für Zichorien im Überblick
Mit der Aussaat der Samen ist die Arbeit noch nicht getan. Es gilt nun vor allem, die Keimlinge und jungen Pflanzen regelmäßig mit ausreichend Wasser zu versorgen. Eine Zusammenfassung der bisherigen Kulturhinweise findest Du zusammen mit weiteren Tipps und Ratschlägen in der nachstehenden Tabelle.
- Mai bis Juni
Bei Direktsaat ins Freiland früh verpflanzen oder vereinzeln
- Sonnig und windgeschützt
- Tiefgründiger, humoser Boden
- 0 bis 0,5 cm
- 30 x 30 cm
- 16 bis 20 °C
Temperaturen über 20 °C können zu Keimhemmungen führen
- 10 bis 14 Tage
Keimbett gleichmäßig feucht halten
- Boden immer gleichmäßig feucht halten
Bei Trockenheit gleichmäßig wässern
- August bis November
Bei Ernte mitsamt der Wurzeln lange lagerfähig
Mit dem BIO-Zichoriensalat 'Zuckerhut' von SPERLI erhältst Du nicht nur einen kältetoleranten, sehr gut lagerfähigen Zichoriensalat mit tütenförmigen Köpfen, sondern auch ein echtes BIO-Produkt! Denn das Saatgut wurde aus Mutterpflanzen gewonnen, die aus zertifiziertem BIO-Anbau stammen. Von Juni bis Juli kannst Du es an einem sonnigen oder halbschattigen Platz in humose, nährstoffreiche Erde ausbringen.Der Zichoriensalat ist im Oktober und November erntereif. Die innen liegenden hellgrünen Blätter sind weniger bitterstoffreich wie die Außenblätter. Falls Du den herben Geschmack abmildern möchtest, musst Du die Blätter nur in warmes Wasser tauchen. Zusammen mit einer süßen, fruchtigen Soße sind Zichorienblätter ein besonders Geschmackserlebnis!
Wenn es mal etwas anderes sein darf, solltest Du beim Zichoriensalat 'Zuckerhut innehalten. Es handelt sich um einen lagerfähigen Herbst- und Wintersalat, der hellgrüne, kegelförmige Köpfe ausbildet. Geschmacklich fällt er sehr herb aus. Durch das Entfernen des Herzens oder durch Wässern in lauwarmem Wasser kannst Du den Geschmack aber etwas abmildern.Die Anzucht startet mit der Aussaat im Juni oder Juli. Am bestens suchst Du dafür einen sonnigen oder halbschattigen Standort. Prüfe danach, ob der Boden humos und nährstoffreich ist. Auf diese Weise sorgst Du für optimale Anbaubedingungen. Die Blätter dieser Sorte kannst Du schließlich im Oktober und November ernten.