Aussaat von Zwiebeln
Wann werden Zwiebeln ausgesät?
Die Aussaat von Zwiebeln kann Anfang Februar im Freiland beginnen, wenn der Boden nicht gefroren ist. Auf der Fläche sollten mindestens vier Jahre zuvor keine Zwiebeln oder Verwandte der Zwiebel wie Knoblauch, Porree oder Schnittlauch angebaut worden sein (Fruchtwechsel).
Der Boden sollte von Unkräutern entfernt werden und aufgelockert werden. Das Saatbett wird mit einer Harke geebnet. Der Reihenabstand von Reihe zu Reihe beträgt 25 cm und in der Reihe selbst etwa 3-4 cm. Die Rillen kannst Du mit einem Rillenzieher, einem Stock oder einer Schnur nachziehen. Die Reihe bzw. Rille sollte 2-3 cm tief sein. Es wird also alle 3-4 cm ein Samenkorn in der Saatrille abgelegt. Anschließend schließt Du die Saatrille mit der Erde und legst zwingend ein Vlies rüber. Das Vlies schützt das keimende Saatgut und die späteren Jungpflanzen vor den Frösten.
Nach 3-4 Wochen sollten die ersten Zwiebeln keimen. Die Zwiebel kommt in einem „Bügelstadium“ aus dem Boden. Das Keimblatt öffnet sich aus dem Bügelstadium ins Peitschenstadium. Nach 2-3 Wochen bildet sich das zweite und dritte Laubblatt. Ab April kann – wenn die Temperaturen es zulassen – das Vlies entfernt werden. Nach der Aussaat solltest Du jede Woche nach keimenden Unkräutern schauen und diese entfernen (Konkurrenz zu Wasser, Nährstoffe, Licht). Ab Mitte/Ende April kannst Du die Zwiebeln düngen. Hierbei reichen 5-8 g Stickstoff/m² aus. Die Zwiebeln sollten nie zu trockenstehen! Eine ausreichende Bewässerung ist nötig, damit die Zwiebel eine dicke Bulbe bis zu Ernte bildet.
Wem die frühe Aussaat zu riskant ist, kann auch im April mit der Aussaat von Zwiebeln starten. Die Ernte verzögert sich nur einige Wochen.
Die Zwiebeln können aber auch in Quickpots (Multitopfplatten) Anfang Februar im Haus vorgezogen werden. Pro Saatloch (2-3 cm tief) kommen 5-6 Samenkörner hinein. Sobald sich das zweite Laubblatt entwickelt hat, können die vorgezogenen Zwiebeln ins Freiland gepflanzt werden. Der Reihenabstand beträgt 24 x 5-10 cm.
Während der Wachstumsphase bis zur Ernte sollte darauf geachtet werden, dass das Unkraut/Beikraut regelmäßig entfernt wird.
Zwiebeln können in jedem Stadium geerntet und verzehrt werden. Wer die Zwiebeln aber über einen längeren Zeitraum lagern möchte, sollte warten, bis das Laub (die Schlotten) im Spätsommer umknickt und leicht eintrocknet. Dadurch ziehen sich die Nährstoffe aus dem Laub in die Bulbe, die dadurch lagerfähiger bleibt. Die Ernte sollte an einem trockenen Tag stattfinden.
Eine Zwiebel, die ein Gewicht von bis zu 1,5 kg und einen Durchmesser von rund 40 cm erreichen kann, kannst Du Dir mit der Zwiebel 'The Kelsae' in Deinen Garten holen! Es handelt sich um eine Riesen-Gemüsezwiebel, die mild-würzig schmeckt und in roher oder gekochter Form gut als Gemüse oder für Salate eingesetzt werden kann. Für die Einlagerung ist 'The Kelsae' ebenfalls gut geeignet.Bei der Aussaat hast Du die Wahl, ob Du 'The Kelsae' ab Januar im Haus vorkultivieren oder ab März direkt ins Freiland aussäen möchtest. Wenn Du es auf besonders große Zwiebeln anlegst, solltest Du die Vorkultur wählen und die Jungpflanzen ab Ende April ins Frühbeet oder ab Mitte Mai ins Freie setzen. Für ein gutes Wachstum ist ein lehmiger, humoser Boden ideal und eine gute Wasserversorgung unerlässlich.
Die plattrunde Zwiebel 'Stuttgarter Riesen' ist eine bewährte Sorte für den Direktverzehr und die Wintereinlagerung und beeindruckt vor allem mit ihrer Größe. Sie besitzt ein festes, reinweißes Fruchtfleisch und eine dunkelgelbe Schale. Geschmacklich bringt sie eine milde Schärfe mit, wodurch Du sie in der Küche vielseitig verwenden kannst.Die Aussaat der Zwiebelsamen kannst Du im März oder April an einem sonnigen, warmen Platz in Deinem Gemüsebeet vornehmen. Prüfe vorher, ob der Boden locker, aber nicht zu frisch gedüngt ist, um den Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen zu bieten. Auf die Ernte kannst Du Dich im Zeitraum von Juli bis September freuen. Wenn Du eine Lagerung für den Winter planst, solltest Du damit warten, bis das Laub komplett abgereift ist.
Plattrund, flach, fest und vor allem herrlich dunkelrot gefärbt präsentiert sich die Zwiebel 'De Brunswick', wenn Du sie nach erfolgreicher Anzucht ab August ernten kannst. Gerade ihre Rötung bietet bei vielen Gerichten einen bemerkenswerten Anblick. Falls Du 'De Brunswick' nicht direkt in der Küche verwenden möchtest, kannst Du sie auch problemlos einlagern.Im März oder April wird die Sorte ausgesät. Dabei sollte die Aussaat nur an einem sonnigen, warmen Platz in einem altgedüngten, humosen Gartenboden erfolgen. Während er Anbauphase ist 'De Brunswick' gut widerstandsfähig gegen Pilzkrankheiten und Spinnmilben. Auch die Möhrenfliege kann ihr nur bedingt etwas anhaben.
In herrlich reinem Weiß präsentiert sich die schossfeste Lauchzwiebel 'Elody' von SPERLI mit ihren kleinen, runden Zwiebeln. Du kannst diese Sorte sowohl im Frühling von März bis Mai als auch im Spätsommer in den Monaten August und September aussäen. Bei einer Aussaat im Spätsommer bleiben die winterharten Pflanzen über die Wintermonate im Boden, sodass Du im nächsten Jahr schon ab Ende März die ersten feinen Frühlingszwiebeln ernten und genießen kannst. Bei einer Frühjahrsaussaat gleich im März musst du bis in den April hinein mit der ersten Ernte warten.Die Lauchzwiebel 'Elody' wächst mit Vorliebe an sonnigen bis halbschattigen Standorten in tiefgründiger und nährstoffreicher Erde. Um die Pflanzen vor einem Befall der Zwiebelfliege zu schützen, solltest Du sie mit einem Kulturnetz abdecken. Als Mischkultur passt 'Elody' übrigens ausgezeichnet mit Petersilie, Möhren und Spinat zusammen.