Der Trend sich gesund zu ernähren ist nicht neu, aber immer mehr sieht man auch auf kleinen Kulturflächen wie Terrasse und Balkon, dass sich dort in den Balkonkästen, Kübeln und Gefäßen, in denen sonst oft Saisonbepflanzung stand, nun Gemüse-, aber vor allem Kräuter- und Heilpflanzen finden lassen. Auch die Fensterbänke sind erobert von Schalen und Töpfchen mit duftenden, würzigen Gewächsen. Diese Entwicklung ist nicht nur optisch attraktiv, weil die meisten Kräuter wunderschöne Blüten haben, sondern zeugt auch davon, dass der Hobbygärtner sein Wohlbefinden in die eigene Verantwortung nimmt. Außerdem ist heutzutage fast jeder Hobbygärtner davon überzeugt, dass Pflanzen besondere, ureigene Wirkstoffe haben, die sich vielseitig einsetzen lassen. Natürlich gehört zu einer guten Gesundheit mehr als die richtige „Balkon-Apotheke“ – auch Ernährung, Bewegung und bei Beschwerden der Arztbesuch werden nicht ersetzt, aber das Wohlbefinden, die eigene Kräftigung, sanfte Heilungswege und das Aufbauen von eigenen Immunstoffen kannst Du fördern. Also, auf geht's! Bau Dein eigenes Kräuterparadies bei Dir zu Hause an.
Es ist wirklich unfassbar, wie viele Auswahlmöglichkeiten Du an Kräuter- und Gewürzsaatgut im Saatgutsortiment hast, das Du gut und einfach aussäen und mit dem Du eine reiche Ernte erwarten kannst. Du hast die Wahl zwischen kompakten oder groß gewachsenen, ein- oder mehrjährigen, milden oder würzigen, erntefrisch verwend- oder konservierbaren Garten-Heilkräutern. Du kannst nach Herzenslust unter dem Thema – Würzen, Heilen und Genießen – probieren und teilweise traumhaft kombinieren. Welche Gattungen, Arten und Sorten am besten kombinierbar sind, erfährst Du anhand der Kulturbeschreibung auf der Rückseite der SPERLI-Saatgut-Tüte. Denn Standort, Wuchshöhe, Ernährung, Licht- und Wasserbedarf müssen bei Nachbarn in einem Pflanzgefäß natürlich zusammenpassen. Schon nach Sebastian Kneipp sollte der Inhalt einer „Kleinen Hausapotheke“ unter anderem Tinkturen von Rosmarin, Tee von Baldrian, Kamille und Malve, Pulver von Salbei sowie Minze, Öle von Anis und Fenchel enthalten.
Basilikum ‚SPERLI‘s Balkonstar‘ (Art.Nr. 83799) ist aufgebrüht schmerzstillend, nervenberuhigend, gegen Schlaflosigkeit. Du verwendest die Blätter frisch, getrocknet, in Öl eingelegt oder aus der Tiefkühlung. Einfache grüne Gartenkresse (Art.Nr. 84137) wirkt appetitanregend und hilft bei Frühjahrsmüdigkeit. Sie hat einen hohen Anteil an Vitamin C. Du kannst Dir das ganze Jahr über in wenigen Tagen frische Kresse anziehen, daher erübrigt sich jede Art von Konservierung. Kapuzinerkresse ‚SPERLI‘s Gartenjuwel‘ (Art.Nr. 85731) bringt durch ihre phänomenalen Blüten Farbe ins Spiel. Auch das Laub sieht durch seine Form und Musterung besonders charmant aus. Du kannst die scharf-würzigen Blüten, Knospen und Blätter frisch verwenden. Sie wirken antibiotisch, stärkend bei Infektionen der Harn- und Atemwege. Aber Achtung! Nicht zu viel verwenden, sonst reagieren Magen und Darm gereizt. Die orangenen Blüten der Ringelblume ‚SPERLI‘s Wilde Schönheit‘ (Art.Nr. 86410) sehen klasse in Balkonkästen und Gefäßen aus. Für die Weiterverarbeitung nutzt Du die Blüten. Entweder direkt frisch oder getrocknet. Die Ringelblumenblüte ist äußerlich anzuwenden bei Brand- oder Gefrier- oder anderen Wunden und Verletzungen. Den Blütentee trinkst Du bei Leber- und Gallenbeschwerden und spülst damit Deinen Mund- und Rachenraum bei Entzündungen.
Bei den zweijährigen Heilkulturen kannst Du Dich auf glatte oder krause Petersilie verlassen, z.B. Petersilie ‚Grüne Perle‘ (Art.-Nr. 84311). Die frischen Blätter enthalten viel Vitamin C und der ausgepresste Blättersaft beugt Mückenstichen vor. Ein Tee aus den getrockneten oder frischen Blättern wirkt gegen Blasen- und Nierenbeschwerden und bei Schilddrüsenüberfunktion. Petersilie kannst Du super einfrieren und trocknen, beide Arten der Konservierung nehmen ihr nichts an Qualität.
Die Familie der Minzen ist groß und vielfältig. Es gibt aromatische mit Zitronen- oder Orangenaroma, aber auch milde und scharfe Typen. Der Klassiker Pfefferminze ‚SPERLI‘s Pfeffi‘ (Art.-Nr. 84448) hat eine kühlende Wirkung, wirkt anregend auf den Stoffwechsel, ist krampflösend und kann bei Gallenkoliken helfen. Als Öl hilft sie eingerieben bei örtlichen Schmerzstellen und Kopfschmerzen oder als Badezusatz. Für alle Anwendungsbereiche kannst Du frische oder getrocknete Blätter nehmen. Das Aroma ist stets grandios und lange anhaltend.
Am besten nutzt man die Nadeln des Rosmarins ‚SPERLI‘s Meertau‘ (Art.-Nr. 84568) frisch, aber er lässt sich auch perfekt einfrieren und in Essig oder Öl einlegen. Seine Würzkraft wird getrocknet, etwas schwächer und vor allem wird er dann etwas bitter im Geschmack. In der Volksheilkunde wird er als Tee oder Tinktur genutzt. Nervöse Herzbeschwerden, Appetitlosigkeit, Kreislaufschwäche, niedrigen Blutdruck und Rheuma kann er durch seine Inhaltsstoffe gut lindern.
Diese sehr alte Heilpflanze hat schon Menschen im Mittelalter helfen können: Die Rede ist von Salbei (Art.-Nr. 84592). Er wirkt wundheilend, wird zur Kräftigung und Stärkung eingesetzt. Außergewöhnlich lang ist die Liste seines Könnens – keimtötend, schweißhemmend, blutzuckersenkend, krampflösend, entzündungshemmend sowie prophylaktisch und angewandt bei Grippeerkrankungen, aber auch als Aromageber bei Mundwasser und Zahnpasta. Konservieren kannst Du ihn am besten getrocknet, eingefroren oder in Öl eingelegt.
Auch im Winter kannst Du weiterhin frische, gesunde, heilsame Blätter von Deinen Kulturen sammeln. Voraussetzung dafür ist es, dass Du die mehrjährigen Pflanzen zusammen gepflanzt hast und einen sonnigen Fensterplatz im Haus für sie hast. Die mediterranen Vertreter Lavendel, Rosmarin, Bergbohnenkraut, Thymian und Salbei sind bei uns ins Beet gepflanzt winterhart. In Kübeln können sie allerdings sehr frostige Winter nicht gut überleben. Wenn Du diese im Gefäß ins Haus holst, musst Du sie unbedingt sonnig stellen, da sie sonst gelbe Blätter bekommen oder ihre Blätter ganz abwerfen. Zitronenmelisse und Pfefferminze ziehen sich im Winter ein, daher im Herbst ganz zurückschneiden und die Blätter getrocknet den ganzen Winter über genießen.
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Das Bohnenkraut 'SPERLI's Pikanta' ist ein einjähriges Würzkraut mit pfefferig-würzigem Aroma. Du kannst es prima verwenden, um Bohnengerichten, Eintöpfen, Salaten oder Soßen das gewisse Etwas zu verleihen. Für die Kultur im Freiland ist das Bohnenkraut mit seinem feinblättrigen, kompakten Wuchs wie geschaffen, kann aber auch im Gewächshaus und im Winter in Töpfen auf der Fensterbank angebaut werden.Im Freiland kannst Du die Aussaat der Bohnenkrautsamen von April bis Juni einplanen. Wichtig ist ein sonniges Plätzchen und lockere, nährstoffreiche Erde, die gut durchlässig ist und keine Staunässe zulässt. Im Falle einer Freilandkultur fällt die Erntezeit in den Zeitraum von Juni bis Oktober. In dieser Zeit solltest Du die jungen Blätter vor der Blüte der Pflanzen ernten.
Koriander ist ein einjähriges Duft- und Würzkraut, sehr aromatisch und scharf, wird etwa 70 cm hoch, mit hellgrünen, gefiederten Blättern, das frisch in kräftigen, pikanten, würzigen und exotischen Gerichten Verwendung findet. Der Boden muss nährstoffreich und locker sein.
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