Farbstoffe im Gemüse
Mögt ihr es bunt? Super, denn Farben versprühen gute Laune! Vor allem, wenn sie dann noch eine gesunde Wirkung versprechen, wie z. B. im Gemüse. Das Auge isst ja bekanntlich mit, also nur keine Hemmungen, mal einen „Kessel voller Buntes“ zu verspeisen! Doch was sind das eigentlich für Stoffe, die das Gemüse bunt färben?
Sekundäre Pflanzenfarbstoffe sind dafür verantwortlich! Auch der menschliche Körper kann von diesen profitieren, denn er kann diese nicht selbst herstellen.
„Grün“ präsentieren sich Gemüsesorten, wie z. B. Salate, Bohnen, Erbsen, Gurken, Zucchini, Grünkohl und Spinat – um nur einige zu nennen – oder Kräuter wie Basilikum, Petersilie, Dill und Estragon. Diese Farbe wird durch Chlorophyll erzeugt, ein natürlicher Farbstoff, gebildet von Organismen, die Photosynthese zur Sauerstoffproduktion betreiben. Ohne die Photosynthese fehlt die Luft zum Atmen. Die heutige Wissenschaft geht davon aus, dass ein hoher Chlorophyllgehalt gesundheitliche Vorteile für den Menschen mit sich bringt. Ob Eisen- oder Magnesiummangel oder zur Unterstützung des Aufbaus neuer Zellen – die Farbe „Grün“ sollte auf eurem Teller nicht fehlen. Auch eine positive Wirkung auf die Wundheilung und Reinigung des Blutes wird grüner Nahrung nachgesagt!
Kommen wir nun zu den orange- und gelbfarbigen Vertretern der gesunden Ernährung, wie z. B. Möhren, Kürbis oder der orangefarbenen Paprika. Für diese Farbe sind die Carotinoide
verantwortlich. Etwa 800 verschiedene Arten umfasst diese natürliche Farbstoffklasse, wie
z. B. das bekannte Beta-Carotin.
Doch was haben wir davon? Der menschliche Körper wandelt das Beta-Carotin in Vitamin A um. Einige Carotinoide wirken antioxidantisch. Auf gut Deutsch bedeutet das, dass sie wie eine Security die DNA und Zellmembranen vor freien Radikalen schützen. Würden sie das nicht tun, könnte es zu Schädigungen im Erbgut der Zellen kommen. Die Wissenschaft vermutet, dass sich die Carotinoide sowohl auf das Hautbild als auch auf die Sehkraft positiv auswirken können. Möhren z. B. besitzen einen sehr hohen Gehalt an Vitamin A – oder hast Du schon einmal einen Hasen mit Brille gesehen?
Eine antioxidantische Wirkung verspricht auch der Pflanzenfarbstoff Anthocyan, der zur Gruppe der Polyphenole gehört. Dieser ist z. B. in Auberginen oder Rotkohl enthalten und sorgt für eine leuchtend blaue oder violette Färbung.
Anthocyan schützt uns vermutlich vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kann sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken.
Der rote Pflanzenfarbstoff Lycopin zählt ebenfalls zu den Carotinoiden. Rote Paprikas, Chillis und Tomaten sind wohl die bekanntesten lycopinhaltigen Gemüsesorten. Lycopin wird eine belebende Wirkung nachgesagt, so dass Blut und Herz in Schwung gebracht werden können. Sogar die Haut- und Zellalterung kann durch die Aufnahme lycopinhaltiger Gemüsesorten verlangsamt werden. Laut Wissenschaft können sich übrigens die Inhaltsstoffe besser entfalten als im rohen Zustand.
Kunterbunt geht es beim Mangold zu, der gleich mehrere Farbvarianten anzubieten hat: ob rot- oder gelbstielig oder herkömmlich grün, hier isst auf jeden Fall das Auge mit!
Was ist nun mit Knoblauch und Zwiebeln? Diese „unbunte“ Farbe kann keinem weißen Pflanzenfarbstoff zugeordnet werden. Nichtsdestotrotz enthalten z. B. Knoblauch, Zwiebeln, Spargel, Blumenkohl und Lauch den Schwefelstoff Allicin, dem eine antibakterielle, entzündungshemmende und gefäßschützende Wirkung nachgesagt wird.
Frisches Gemüse per praktischem Saatband heranziehen? Kein Problem mit der Möhren-Radies-Kombination von SPERLI! Bei der Möhre handelt es sich um die späte, zylinderförmige und gut lagerfähige Speisemöhre 'Lange rote stumpfe ohne Herz 2'. Demgegenüber steht das Radieschen 'Sora' als schnell wachsende, frühe Sorte mit klassisch roter Färbung.Das Saatband, auf welchem die Samen schon im richtigen Abstand angeordnet sind, musst Du lediglich auslegen und leicht mit Erde bedecken. Danach muss es etwas angedrückt und gleichmäßig mit Wasser versorgt werden, damit es nicht austrocknet. An einem sonnigen bis halbschattigen Standort wachsen die Pflanzen gelingsicher heran und können ab Juni bzw. Juli beerntet werden.
Die Tomate 'Sungold' mach ihrem Namen alle Ehre: Intensiv goldgelb leuchten die Früchte an den Rispen von Juli bis Oktober und warten nur darauf, von Dir geerntet und genossen zu werden. Die kleinen Cherrytomaten erreichen ein Gewicht von 10 bis 15 g und sind äußerst geschmackvoll. Du kannst sie entweder als Naschgemüse verwenden oder in der Küche in verschiedensten Gerichten verarbeiten.'Sungold' eignet sich für den Anbau im Gewächshaus und Freiland gleichermaßen. Im Freiland solltest Du den Pflanzen jedoch einen sonnigen und geschützten Platz suchen. Lockere, humus- und nährstoffreiche Erde, regelmäßiges Wässern, Düngergaben von Zeit und zu Zeit und das Ausgeizen von Seitentrieben helfen dabei, dass die Pflanzen noch ertragreicher wachsen. Durch ihre Standartresistenz gegen die Fusarium-Welke und das Tomatenmosaikvirus ist 'Sungold' zudem eine sehr robuste Sorte.
Über kleine tropfenförmige Chili-Früchte in roter und gelber Farbe kannst Du Dich im Zuge der Anzucht unserer Paprika 'Biquinho' freuen! Die rund 3 cm großen Früchte sind sowohl im Gemüsebeet als auch auf dem Teller ein echter Blickfang. Sie schmecken süß und fruchtig mit einer dezent pfeffrigen Note.'Biquinho' kann nach der Vorkultur im Haus entweder in Kübeln oder im Freiland an einem sonnigen Standort weiterkultiviert werden. Die erste Blüte solltest Du entfernen, damit die Pflanzen umso mehr neue Früchte bilden. Ernten und Dir schmecken lassen kannst Du sie im Zeitraum von August bis Oktober.
Die Probierfreudigen unter euch kommen bei dieser kunterbunten Möhrenmischung voll auf ihre Kosten! Enthalten ist das Saatgut – übrigens auf einem praktischen Saatband – für die Möhre 'White Satin', 'Gold Nugget' und 'Purple Sun'. Sie sorgen mit ihren individuellen Geschmacks- und Farbnuancen für viel Abwechslung. Von Juli bis September kannst Du die bunte Mischung ernten.'White Satin' hat eine weiße Farbe und schmeckt besonders süß, während 'Purple Sun', wie der Name vermuten lässt, eine lila Möhre und kräftig aromatisch ist. Die dritte Sorte ist die gelbliche 'Gold Nugget' mit einem mild-süßen Geschmack. Alle Sorten sind F1-Hybriden, die einen sonnigen Standort bevorzugen.
Farb- und Geschmacksvielfalt kommen mit der Blockpaprika-Mischung "Blocky Mix" von SPERLI auf Deinen Teller! Der Mix setzt sich aus der gelben 'Coletti', der orangefarbenen 'Milena', der roten 'Bendigo' sowie der lila 'Mavras' zusammen. Alle Sorten sind F1-Hybride und weisen sehr gute Widerstandsfähigkeiten gegen typische Paprikaviren auf.Nach der Vorkultur können die Jungpflanzen ab Mitte Mai ins Freiland gesetzt oder in Kübel verpflanzt werden, optimalerweise an einem sonnigen, windgeschützten Standort. Wenn Du die Pflanzen regelmäßig düngst und wässerst, wachsen sie prächtig und bilden viele Früchte aus, die wunderbar süß-aromatisch schmecken.