Nützlingsoase
So legst du Deine eigene Nützlingsoase an
Nützlinge im Garten
Das Bewusstsein über die Bedeutung von Nützlingen im Garten hat in den letzten Jahren enorm zugenommen, da die Gefährdung der kleinen Helfer, vor allem der bestäubenden Insekten, durch die Medien stark thematisiert wurde. Vor allem für Bienen ist oft keine gute Auswahl an nahrhaften Blüten vorhanden, da es immer häufiger blütenarme Monokulturen und einen verstärkten Einsatz von chemischen Insektenmitteln gibt. Bereits 1978 bot SPERLI als eine der Ersten fein aufeinander abgestimmte Blumenwiesen und Blumenmischungen für den Hausgarten an. Dabei werden Wildblumen und Kräuter mit schwach wachsenden Gräsern zu einer prachtvollen ein- bis mehrjährigen Mischung kombiniert. Bereits im ersten Jahr sorgen Akzeptanzarten wie z.B. Kornblumen und Mohn für ein zauberhaftes Blütenbild. Im zweiten Jahr prägen dann weitere Arten die bunt blühenden Wiesen. Je nach Standort entwickelt sich ein individuelles Blütenbild, denn nicht jede Art fühlt sich gleich wohl am Standort. So hast Du das ganze Jahr über ein spannendes Beobachtungsobjekt, das nie langweilig wird.
Was kannst Du tun?
Du als Hobbygärtner zeigst durch das Aussäen und Anpflanzen von Blumen, Gemüse, Gründünger, Blumenwiesen und Blumenzwiebeln ein großes Herz für diese hilfreichen Insekten und trägst durch die richtige Auswahl an verschiedenen Pflanzen auch etwas für ihr Überleben bei. Deck den Insekten den Tisch und schaffe durch florale Artenvielfalt Nahrungsquellen und Unterschlupfmöglichkeiten: Denn es kommt nicht immer nur auf Nahrungsquellen an, sondern auch darauf, dass die kleinen Tiere geschützte Rückzugsorte haben, an denen sie sich vermehren und zur Ruhe kommen können.
Es gibt viele prachtvolle Pflanzen, die als Insektennektarquelle in Betracht kommen. Spezielle Wildblumenmischungen eignen sich hierfür besonders gut. Sie sind nicht nur eine Bereicherung für die Insektenwelt, sondern sehen auch toll aus, verschönern triste Gartenecken und bieten einen farbenfrohen Kontrast zu klassischen Rasenflächen.
Wie lege ich selbst eine Nützlingsoase an?
Das Anlegen solcher bunten Gartenoasen ist gar nicht schwer! Wie gehst Du nun am besten vor?
Dein Boden sollte möglichst frei von Samen- und Wurzelunkräutern sein. Das ermöglicht den Pflanzen eine ideale Anfangsentwicklung. Das Saatbeet sollte fein krümelig und locker hergerichtet sein. Dies kann beim Saatbeet durch fräsen, pflügen und durch die Bearbeitung mit einer Kreiselegge erfolgen oder für die Umwandlung durch bereits bestehende Rasenflächen durch den Einsatz einer Umkehrfräse. Du kannst das Keimen von Samenunkräutern übrigens unterdrücken, indem Du nach der Bodenlockerung noch eine Schicht von mindestens 3 cm unkrautfreier Kulturerde (Ansaaterde, Kulturerde, etc.) aufbringt. Lichtkeimer werden so an der Keimung gehindert.
Wichtig ist, dass Du den richtigen Standort wählst. Blumenwiesen bevorzugen z.B. aufgrund ihrer großen Artenvielfalt einen nährstoffarmen Boden. Ein hoher Nährstoffgehalt im Boden sorgt nämlich dafür, dass sich nur einzelne Pflanzen durchsetzen, welche dann die anderen verdrängen. Die Pflanzen der eigenen Nützlingsoase benötigen viel Sonne! Vor diesem Hintergrund solltest Du auch Deinen Standort auswählen.
Den richtigen Zeitpunkt zur Ansaat findest Du auf der Packungsrückseite. Diesen solltest Du unbedingt einhalten, denn manche Sorten können bei zu niedriger Bodentemperatur nicht keimen und sie werden dann durch frühkeimende Gräser oder Kräuter unterdrückt. Das ausgebrachte Saatgut sollte nicht zu tief eingeharkt werden (maximal mit dem Harkenrücken flach über die Fläche ziehen). Um einen guten Bodenschluss zu erhalten, kann das Saatgut auch angewalzt werden. Achte darauf, dass Du während der Keimphase für genügend Feuchtigkeit sorgst und Deine Aussaat niemals austrocknet.
Bezüglich ihrer Pflegeansprüche sind Blumenwiesen/-mischungen sehr genügsam und der Pflegeaufwand gering. Ein Reinigungsschnitt auf etwa 15-20 cm Höhe empfiehlt sich, wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Unkräuter andere Pflanzen unterdrücken. So haben die Pflanzen eine Chance, sich weiter zu entwickeln. Bei längeren Trockenperioden kann die Blühwilligkeit nachlassen, bei wiedereinsetzenden Niederschlägen im Herbst schieben dann oft wieder Blüten nach. Nach der Blüte – oft nach dem ersten Frost – können die Flächen abgemäht werden.
Die heimische Wildstaude 'Wilde Karde' ziert den Garten mit ihren 1,2 m hohen Blütenständen. Sie eignet sich besonders gut als Schnittblume und wird von Floristen auch gerne als Trockenblume verwendet. Ihre Blüte ist violett. Die Staude besticht aber nicht nur mit ihrer Optik. Die Wurzel der 'Wilden Karde' wird für die Herstellung des Kaffeeersatzes Muckefuck genutzt. Zudem ist die Pflanze nützlingsfreundlich und sehr beliebt bei Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und Vögeln.Die Wildstaude wird direkt ausgesät. Die Aussaat erfolgt im April bis Mai. Die 'Wilde Karde' ist mehrjährig und erblüht das erste Mal im zweiten Jahr.
Die Wegwarte ist eine mehrjährige Staude. Sie gehört zu den Heil- und Bienenfutterpflanzen. Zudem zählt sie zu den Staudensorten, die besonders nützlingsfreundlich ist. Gerne kann sie als Küchenkraut verwendet werden. Die Wegwarte wird bis zu 80 cm hoch. Ihre Blüten leuchten in einem schönen Hellblau bis Violett. Die Blätter der Staude sind mattgrün und fliederspaltig geformt.Eine Vorkultur ist nicht notwendig. Von Juli bis Ende September erscheinen die Blüten in ihrer schönen hellblauen bis violetten Farbe.
Diese farbenfrohe Blumenmischung trägt den Namen „SPERLI's Naschvielfalt“ nicht ohne Grund: Die Sommerblumen sind sehr nützlingsfreundlich und erschaffen ein farbenfrohes Naschangebot für Falter und andere Insekten. So kann sich nicht nur der Mensch von Juni bis September an der Blumenvielfalt erfreuen, sondern zusätzlich eine kleine Nützlingsoase schaffen.Die niedrige Mischung erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 50 cm. Ab April kannst Du „SPERLI's Naschvielfalt“ auf humosen, nährstoffreichen Böden aussäen. Wenn Du verblühte Pflanzen entfernst, schaffst Du Platz für neue Blüten und bietest beste Voraussetzungen für eine besonders üppige Blühfläche.
Mit der 'Schmetterlingsmischung' tust Du nicht nur den nützlichen Tierchen etwas Gutes, indem du ihnen Nahrung bietest, sondern verschönerst parallel dazu auch deinen Garten. In dieser besonderen Blumenzwiebelmischung sind neben der Dahlie Honka und Mirabilis auch rote Anemone und gelbe Iris enthalten. Durch die unterschiedlichen Farben und Formen wird das nützlingsfreundliche Blumenbeet zu einem echten Hingucker. Übrigens lässt sich die 'Schmetterlingsmischung' auch hervorragend im Kübel pflanzen.
Bienenfreunde aufgepasst: Mit der blühfreudigen Blumenmischung "SPERLI's Bienengarten" schaffst Du für Honig- und Wildbienen eine optimales Nahrungsangebot. Die Auswahl an einjährigen Pflanzen bietet den Insekten lebensnotwendige Pollen- und Nektarvorräte. Dabei sind die Pollen das Aufbaufutter der Bienen, während aus dem Nektar Honig zubereitet wird. Die hübschen Pflanzen blühen bis in den September.Die Blumenmischung "SPERLI's Bienengarten" setzt sich aus 8 % Ölrettich, 8 % Luzerne, 8 % Inkarnatklee, 8 % Seradella, 9 % Buchweizen, 9 % Phacelia, 10 % Sommerraps, 12 % Sonnenblumen, 12 % Lupinen und 16 % weiteren Blumen und Kräuter. Dazu gehören Natterkopf, Kornblumen, Mohn und Borretsch.
Die Sonnenblume 'Sperli's Vogel-Snack’ zieht Nützlinge magisch an. Ihre gelben Blüten enthalten viel Nektar und Pollen, woran sich Bienen, Hummeln und Schmetterlinge erfreuen. Die besonders ölhaltigen Samen der Snack-Sonnenblume sind besonders beliebt bei Vögeln. Nach der Samenreife dienen sie ihnen als Futter. Die Sonnenblume wird 1 m hoch. Sie hat einen hohen Zierwert und kann sehr gut als Schnittblume genutzt werden. Die Direktaussaat der Snack-Sonnenblume erfolgt im April und Mai. Die Blütezeit geht bis in den Herbst hinein.