Auf los geht´s los!

Kaum steht das neue Gartenjahr vor der Tür, da kribbelt es uns Hobbygärtnern schon in den Fingern und wir wollen mit den ersten Aussaaten anfangen. Aber wie groß die Ungeduld auch ist, du solltest stets darauf achten, ob die aktuelle Witterung auch mitspielt. Zu nass, zu kalt und zu dunkel ist auch für robuste Sorten nichts. Kälteunempfindliches Gemüse-, Blumen- und Kräutersaatgut kann jedoch bei guten Bedingungen schon ab März ins Freiland gesät werden. Dazu gehören Puffbohnen (z.B. ‚Piccola‘ Art.Nr. 80325), Möhren (z.B. ‚Laguna‘ Art.Nr. 81659), Spinat, Blatt- und Wurzelpetersilie.

Gegen Ende März gehen auch schon Schalerbsen (z.B. ‚Germana‘ Art.Nr. 80564), Pastinaken (z.B. ‚Gladiator‘ Art.Nr. 81967), Radieschen, Porree, Zwiebeln (z.B. ‚Stuttgarter Riesen‘ Art.Nr. 83721), Salate, Kerbel (z.B. ‚Vertissimo‘ Art.Nr. 84059) und Schnittlauch (z.B. ‚Staro‘ Art.Nr. 84631). Im Haus kannst du bereits im Februar mit Aubergine ‚Adria‘ (Art.Nr. 80666), Paprika, Andenbeere (Art.Nr. 80640), Erdbeeren ‚Elan‘ (Art.Nr. 80689), Basilikum und gegen Monatsende mit Tomaten beginnen. Im März kommen dann der erste Satz Kohl, Artischocke ‚Vert de Provence‘ (Art.Nr. 80655) und Kohlrabi dazu. Auch Petunien (z.B. ‚ Double Cascade Mischung‘ Art.Nr. 86304) kannst du ab Mitte Januar bis Ende März bei 22-24°C optimal vorziehen. Relativ kälteverträgliche Blumenvertreter sind zum Beispiel Wicken (z.B. ‚Kleine Lieblinge‘ Art.Nr. 87408), Kornblumen (z.B. ‚Classic Fantastic‘ Art.Nr. 85790), Jungfer im Grünen (z.B. ‚Gaudi Mischung‘ Art.Nr. 85563) und Ringelblumen (z.B. ‚Viva Mischung‘ Art.Nr. 86434).

Ende März ist eine Frühaussaat ins geschützte Frühbeet von zum Beispiel Sommerastern (z.B. ‚Ballon Mix‘ Art.Nr. 85076), Schmuckkörbchen (z.B. ‚Candy Stripes‘ Art.Nr. 86499), Zinnien (z.B. ‚Skabiosenblütige Mischung‘ Art.Nr. 87770) oder Portulakröschen (Art.Nr. 86343) möglich. Aber Vorsicht! Frost vertragen sie nicht. Ab April geht es dann richtig ab! Im Haus kannst du dann Gurken, Melonen (z.B. ‚Sugar Baby‘ Art.Nr. 81550) und Zucchini (z.B. ‚Diamant‘ Art.Nr. 83565) anziehen. Im Mai kommen hier noch Kürbisse (z.B. BIO ‚Amoro‘ Art.Nr. 81387) und der Zuckermais (z.B. ‚Tatonka‘ Art.Nr. 83631) hinzu. Ab Mai, besonders ab Mitte Mai, kann das meiste dann direkt ins Freiland gesät werden. Alle wichtigen Angaben für die optimalen Keimtemperaturen und Aussaatzeitpunkte findest du stets auf den Tütenrückseiten.

Piccola‘ Art.Nr. 80325
Aubergine ‚Adria‘ (Art.Nr. 80666)
Sommerastern (z.B. ‚Ballon Mix‘ Art.Nr. 85076)

Mache deine Aussaat

Für das Gemüse und die Blumen, die eine Vorkultur im Haus benötigen, musst du einige wichtige Punkte beachten. Aussaatgefäße sollten stets sauber (keimfrei) sein und auch das Substrat sollte speziell für die Aussaat geeignet sein, das heißt unter anderem, es sollte keimfrei, von feiner Struktur und nährstoffarm sein.

Bei der Direktaussaat ins Freiland sollte das Saatbeet flach und feinkrümlig geharkt sein, damit das Saatgut nicht in zu große Erdlöcher fallen kann. Es gibt drei verschiedene Aussaattechniken im Freiland. Erstens breitwürfige Aussaat, wie du es bei Rasen, Gründünger oder Blumenmischungen machst. Dazu wird das Saatbeet geebnet, das Saatgut gleichmäßig darauf verteilt, alles leicht eingeharkt und anschließend angegossen. Zweitens Reihensaat, welche du zum Beispiel bei Radieschen, Zwiebeln oder Möhren anwendest. Dafür ziehst du einzelne Reihen oder mit Hilfe eines Reihenziehers mehrere Reihen gleichzeitig, bringst dann das Saatgut in die Rillen, verschließt diese vorsichtig, drückst und gießt an. Schlussendlich drittens gibt es noch die Horstsaat. Dafür legst du im gleichmäßigen Abstand immer 3-4 Samen an eine Stelle, deckst das Saatgut in zwei bis dreifacher Dicke mit Erde ab und gießt an. Das machst du zum Beispiel bei Bohnen oder Erbsen. Auch ist es möglich, eine Einzelkornablage zu machen, das gehört aber mit in die Kategorie Reihensaat.

Das Abdecken mit Erde und das anschließende Angießen ist stets wichtig, um von Anfang an optimalen Bodenschluss zwischen Saatkörnern und Erde/Substrat zu gewährleisten. Nur bei Lichtkeimern, wie zum Beispiel Basilikum (z.B. ‚Großes Grünes Genoveser‘ Art.Nr. 83812), Thymian ‚Di Roma‘ (Art.Nr. 84748), Oregano (Art.Nr. 84254) und Bohnenkraut (z.B. ‚Aromata‘ Art.Nr. 83916) entfällt das Abdecken des Saatguts. Hier musst du das Saatgut nur gut andrücken und vorsichtig sein beim Gießen, damit nichts verschwemmt wird. Eine weitere gute Hilfe kann es für dich sein, wenn du kleines und dunkles Saatgut vorher mit hellem Sand mischst. Dann kannst du es besser aussäen, da du siehst, wo und wie viel du bereits gesät hast.

Pikieren - Loch machen
Pikieren - Pflänzchen vereinzeln
Pikieren - Pflänzchen in das vorgesehene Loch pflanzen

Saatgut unterschiedlich in Form gebracht

Du kannst im Fachhandel Saatgut in unterschiedlichen Verkaufsformen erhalten. Welches für dich das richtige ist, richtet sich nach deinen Einsatzwünschen. Wenn du dich für Normalsaatgut in Bunttüten mit oder ohne Keimschutzbeutel entscheidest, dann bedeutet dies, dass du Saatgut in seiner reinen Form verwendest. Denn Normalsaatgut ist nur gereinigt, getrocknet und auf Gesundheit sowie Keimfähigkeit getestet. Ansonsten ist es naturbelassen. Es ist meistens in Keimschutzbeuteln verpackt, damit es vor Licht und Feuchtigkeit geschützt ist. Entscheidest du dich für Pillensaatgut, dann wirst du gleichmäßig geformtes Saatgut in einer Ton-Lehm-Hülle erhalten. Die Umhüllung des Saatguts soll die Aussaat (Einzelkornablage) erleichtern. Zusätzlich können hilfreiche Zusatzstoffe in die Hülle eingebracht werden, wie zum Beispiel Dünger. Auch gibt es Multipillen, bei ihnen finden sich in der Hülle mehrere Saatgutkörner.

Zur Erleichterung der Aussaat kannst du dich auch für Saatbänder, Saatscheiben oder Saatplatten/-teppiche entscheiden.

Hier ist das Saatgut auf oder zwischen Spezialpapier aufgebracht. Das Saatgut ist im optimalen Abstand abgelegt, was eine gute Entwicklung ermöglicht. Das Vereinzeln entfällt. Die Bänder und Scheiben sind in optimaler Form und Länge zugeschnitten.  Enorm wichtig ist es, das Saatgut in dieser Form nach dem Auslegen stets feucht zu halten. Trocknet das Saatband nach der Aussaat einmal aus, dann ist die Keimung unterbrochen und das gequollene Saatgut nimmt Schaden.

Die Keimung – und was es damit auf sich hat?!

Die Keimung und alles damit Verbundene ist bei jeder Gattung, Art und Sorte ganz individuell. Jedes Saatkorn hat seine eigene Keimruhe und seinen Kompass, was eben diese Keimruhe aufhebt. Die Faktoren Licht, Feuchtigkeit und Wärme spielen dabei immer eine Rolle. Aber es gibt auch besondere Samen, die eine bestimmte Lichtsumme (Lichtkeimer), extreme Dunkelheit (Dunkelkeimer) oder einen Kälteimpuls (Kaltkeimer) benötigen. Wenn du Kaltkeimer aussäst, dann muss diese Ausaat 2-3 Wochen hell und warm bei 18-20°C stehen. Danach folgen 4-6 Wochen bei 1-5 °C, in der Zeit werden die keimhemmenden Substanzen abgebaut. Anschließend wieder langsam an 18 °C gewöhnen und das am besten in 5°C-Schritten. Auch das Vorkeimen kann bei „trödeligen“ Samen wie z.B. Pastinake, Petersilie, Schnittsellerie, Rosmarin, Zitronenmelisse, Lauch, Zwiebeln und Schnittlauch hilfreich sein. Denn durch lange Liegezeit besteht die Gefahr von Fraß, Pilzen, Bakterien und Schäden durch Wetterkapriolen. Das Vorkeimen/-quellen ist unkompliziert. Dafür muss das Saatgut zwei Tage in feuchtem Sand in einem Beutel bei 20 °C gelagert werden. Danach kannst du normal aussäen.

SPERLI´s Saatteppich
SPERLI´s Saatband
SPERLI´s Saatscheibe
SPERLI´s Pillensaat

Kleiner Tipp für dein Saatgut vom Vorjahr

Die Keimfähigkeit von Saatgut ist sehr unterschiedlich und hängt natürlich von der richtigen Lagerung ab. Saatgut ist nicht beliebig lange lebensfähig. Jedes Saatkorn hat seine eigene Uhr und seinen ureigenen Nährstoffspeicher im Korninneren. Um übrig gebliebenes Saatgut vom Vorjahr auf seine noch vorhandene Keimfähigkeit zu testen, kannst du einen kleinen Trick anwenden. Lege auf feuchtem Vlies oder Haushaltspapier 10-50 Samen aus, ziehe eine Folie darüber und nach 2-3 Wochen kannst du die gekeimten Pflanzen auszählen und ganz realistisch einschätzen, ob sich eine ertragsbringende Aussaat lohnt. Nur bei über 70% Keimfähigkeit ist eine problemlose Verwendung vorstellbar.

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