Wie macht der Maulwürfe die Hügel?

Ihr habt doch bestimmt schon Mama und Papa über die Maulwürfe fluchen hören, wenn wieder einmal viele Hügel im Garten zu sehen sind. Doch wie schafft es dieses kleine Tier eigentlich, diese großen Hügel zu buddeln? Ihr müsst euch vorstellen, dass sich der Maulwurf unter der Erde eine eigene Wohnung baut. Die muss er haben, denn er muss bei der Mama schon mit etwa zwei Monaten ausziehen.

Seine Wohnung besteht aus einem Tunnel mit vielen Verzweigungen und Kammern. Mit seinen vorderen Füßen – oder auch Grabschaufeln genannt – lockert er die Erde, schiebt sie unter sich hindurch und mit seinen Hinterbeinen wirft er dann die ganze Erde raus an die Oberfläche. So entstehen dann die Hügel. Das ist sehr wichtig für das kleine Tier, denn er muss ja irgendwie atmen. Er atmet sehr viel und würde ansonsten schnell ersticken. Kammern für Nahrung baut er sich übrigens auch, damit er den Winter überlebt! Ohne Nahrung würde er nicht einmal 24 Stunden überleben.

Wie sieht der Maulwurf aus?

Die kleinen Säugetiere sind 12-16 cm lang und nur bis zu 130 g schwer. Dafür können sie sage und schreibe bis zu 4 km/h schnell werden. Immerhin müssen ihre bis zu 200 m langen Tunnel auch irgendwie fertig werden.

Was macht der Maulwurf den ganzen Tag?

Von der anstrengenden Arbeit muss er sich dann und wann erholen, so wie auch ihr in der Nacht schlafen müsst.
Er macht es allerdings anders: er gräbt, jagt und isst vier Stunden lang, dann schläft er vier Stunden und dann wiederholt sich das Ganze.

Sind Maulwürfe schädlich?

Es ist ein gutes Zeichen, wenn eure Eltern diese Hügel entdecken, das bedeutet, dass die Erde dort sehr gut für die Blumen und Pflanzen ist. Der Maulwurf hat sie ja schließlich schon vorher mit seinen kleinen Füßen gut durchgewühlt, gelockert und belüftet. Wenn ein Erwachsener einen Hügel platt getreten hat, weiß der Maulwurf ganz genau, dass er wieder schnell einen neuen bauen muss. Er ist da übrigens ziemlich geübt drin, er kann ca. 20 Hügel an einem Tag bauen!

Wie alt wird der Maulwurf?

Wird der Maulwurf nicht gestört, kann er bis zu fünf Jahre alt werden. Dafür muss er aber schon ziemlich ruhig und gut aufgehoben leben. Ansonsten liegt das Durchschnittsalter für die süßen Tierchen bei etwa ein bis zwei Jahren.

Maulwurfshügel ärgern viele Gartenbesitzer

Sind Maulwürfe blind?

Viele sagen ja, dass Maulwürfe blind sind! Doch stimmt das überhaupt? So ganz nicht, denn sie können zwischen hell und dunkel unterscheiden, z. B. wenn sie nach draußen krabbeln. Taub sind sie übrigens auch nicht, sie haben ein sehr gutes Gehör und auch einen sehr guten Geruchssinn. So können sie sich orientieren und Beute aufspüren.

Welche guten Seiten haben Maulwürfe?

Auch wenn ihre Hügel nicht ganz so toll aussehen, sind die Maulwürfe sehr nützliche Tiere. Sie fressen die Insekten auf, die für den Garten eher schädlich sind. Und sie können die Wühlmaus vertreiben, die ist nämlich schädlich für Mamas schöne Pflanzen.

Was kann man tun, wenn der Maulwurf zu sehr stört?

Weil er so nützlich ist, steht der Maulwurf auch unter Naturschutz. Ihr dürft ihn also nicht töten, er darf höchstens sanft vertrieben werden. Das macht man am besten mit Holunder, Knoblauchbrühe oder Buttersäure auf seinem Hügel. Die empfindliche Nase des Maulwurfs mag das nämlich gar nicht. Seine Ohren sind übrigens auch sehr empfindlich! Steckt man also Holzpfähle in die Erde und klopft daran, fühlt er sich auch gestört. 

Könnt ihr den Maulwurf auch sehen?

Ihr fragt euch jetzt bestimmt, ob ihr den kleinen Erdbewohner auch mal zu Gesicht bekommt?!
Leider kommt er nur ganz, ganz selten nach oben, z. B. wenn seine „Wohnung“ überflutet, zu heiß oder eingefroren ist. Weil er keinen Winterschlaf hält, zieht der Maulwurf ganz einfach im Winter in tiefere Erdschichten um.

Nun wisst ihr das Wichtigste über den Maulwurf und könnt euren Eltern nun erklären, warum die Hügel vom Maulwurf gar nicht so blöd sind!

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