Buchvorstellung Insektenhotels

Werner Stingl fasst in dieser tollen Neuerscheinung all das zusammen, was wichtig für den Bau eines Insektenhotels ist. Denn jeder kann helfen, das Überleben der Insekten zu sichern!

Beim Lesen dieses Buches hat uns sehr gefallen, dass der Autor die detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Zeichnungen für sämtliche Arten von Insektenhotels mit viel Liebe erstellt hat. Viele Anleitungen eignen sich auch als gemeinsame Projekte mit Kindern!

Beim Lesen der einzelnen Tierbeschreibungen sind wir aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommen! Werner Stingl hat einfach an alles gedacht!

Autor: Werner Stingl
Insektenhotels – Für Balkon, Terrasse und Kleingarten
Hans-Nietsch-Verlag
Format:   141 Seiten, Broschur
ISBN: 978-3-86264-709-5
Preis: 12,90 € (D) 

 

Cover Buch Insektenhotels von Werner Stingl Kopie_web

Hier eine kleine Bauleitung als Leseprobe:

Die Lehmhütte

Insektenhotel aus einem Holzspankorb und Lehm

Illustration: Evgenia Balchinova

Mandarinen oder andere Zitrusfrüchte werden in Supermärkten oft in 30 mal 20 mal 10 Zentimeter großen Holzkisten angeboten. Diese sind ein geeigneter Rahmen für eine Lehm- oder auch eine Schilfhütte.

Das benötigen Sie:

  • Obstkiste aus Holz, etwa 30 x 20 x 10 Zentimeter groß
  • natürlichen Lehm oder Ton (aus dem Fachgeschäft für Künstlerbedarf oder dem Bastelgeschäft, Menge nach Bedarf) und feinen Sand, 2- bis 6-fache Menge
  • dünnen Pappkarton, etwa 30 x 20 x 10 Zentimeter groß (bei Bedarf)
  • unterschiedlich dicke Bleistifte, Kugelschreiber und Schaschlikspieß

Wenn Sie in einer Gegend mit lehmhaltigem Boden wohnen, können Sie sich das Zusatzmaterial für dieses Insektenhotel direkt von einem Acker holen (mit der Erlaubnis der Bauern natürlich). Ansonsten besorgen Sie sich am besten einen Eimer Ton. Da reiner Ton selbst beim Lufttrocknen zu hart wird, um von Insekten gut bearbeitet werden zu können, müssen Sie ihn im Verhältnis von 1 zu 2 bis 6 mit Sand mischen. In getrocknetem Zustand sollte das fertige Gemisch gut mit dem
Fingernagel abkratzbar sein.

Falls der Boden des Holzkistchens gelocht ist, bedecken Sie ihn am besten vor dem Füllen mit einem dünnen Pappkarton. Die Kiste randvoll mit Lehm oder dem mit Sand gestreckten Bastelton auffüllen und diesen festdrücken.

Anschließend bohren Sie mit den Stiften und Schaschlikspießen Löcher, die jeweils mindestens 2 Zentimeter Abstand voneinander haben sollten, in den noch weichen Lehm beziehungsweise Ton. Da die meisten Lehmhüttenbewohner ihre Nistgänge selbst graben, genügt es, wenn Sie etwa die Hälfte der Löcher als Einstiegshilfen mit nurNun die Lehmhütte noch ein paar Tage zum Trocknen in die Sonne stellen. Fertig ist eine attraktive Insektenunterkunft, die vor allem in Bodennähe, längs oder hochkant aufgestellt, gern von zahlreichen Wildbienen- und kleinen Wespenarten angenommen wird. Zusätzlich kommen auch Mauerbienen zu Ihrer Lehmhütte, um sich dort den Stoff zum Zumauern ihrer an einem anderen Ort gelegenen Nistgänge
zu besorgen.

Info

Tipp für Insektenhoteliers

Statt eines Obstkistchens können Sie natürlich auch einen hübschen kleinen Terrakotta-Blumenkasten als äußeren Rahmen für die Lehmhütte verwenden. Dann wird Ihr Insektenhotel aus Lehm allerdings etwas kostspieliger.